Capoeira Angola Capoeira Angola ist eine der beiden Hauptformen der Capoeira, einer brasilianischen Kampfkunst.
Ursprüngliche Version Sie gilt im Gegensatz zu Regional als die ursprüng- liche Version der Capoeira und wird heute vor allem in der Region um Bahia ausgeübt. Zuneh- mend findet sie  auch in Europa Verbreitung. Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal zur Capoeira Regional ist die Tatsache, dass Spieler in der Roda oft scheinbar unkoordinierte und sehr langsame Bewegungen machen, die den Eindruck von Trägheit vermitteln. Dass das nur Show ist, bemerken die Mitspieler allerdings meist erst, wenn aus einer solchen Bewe- gungssequenz heraus blitzschnell attackiert wird, gerne mit einem aus einer Drehung um die Körper- achse heraus geschwungenen Tritt. Angriffe werden nicht ins Leere außer Reichweite des Gegners ausgeführt. Wahrnehmung & Zusammenspiel Wichtig im Capoeira Angola ist die Wahrnehmung des Gegenübers. Ein schönes Spiel findet Ausdruck
im fließenden Austausch von Schlägen und Ausweichbewegungen. Oft ist ein langsames, konzentriertes Spiel (es wird nicht Kampf genannt) schwieriger, weil sehr viel Wert auf ein harmonisches Zusammenspiel gelegt wird. Doch ist auch ein sehr schnelles und verspieltes, akrobatisches Spiel möglich. Jedes Spiel ist anders: Wie jeder Capoeirista seinen eigenen Stil und Charakter hat, so f indet in jeder neuen Konstellation von Spielern eine neue Begegnung und ein anderes Spiel statt. Witz und Humor lockern das ganze Geschehen auf. Malandragem "Malandragem", das im Sinne von Gaunertum übersetzt werden darf, ist eine gewisse Grundhaltung des " Angoleiros". Es darf als eine gewisse Schlitzohrigkeit und Gelassenheit in einer liebenswürdigen Art verstanden werden.
"Gewaltausbrüche" "Gewaltausbrüche" sind in der Capoeira de Angola kurz. Meistens werden Angriffe nur so ausgeführt, dass keine ernsten Verletzungen auftreten können - Tritte werden z.B. gerne gegen die Oberarme gerichtet. Stil Ein Unterschied zum Capoeira Regional ist das oft wesentlich buntere Auftreten, das Tragen von flachen Schuhen und nicht mit freiem Oberkörper zu spielen - Angoleiro zu sein bedeutet auch, Wert auf Stil zu legen. Nicht selten werden Rodas in Bahia im Anzug gespielt. Fintas und Malicia Generell gilt: Angoleiros nutzen vermehrt Fintas (Täuschungen), Malicia (eigentlich Boshaftigkeit, im Sinn der Capoeira eher Schlitzohrigkeit) als ihre Kollegen von Capoeira Contemporânea und Capoeira Regional.
Angola
Capoeira Essen e.V.